Grenzen
Grenzen lassen überall sich finden,
und somit alle Dinge gegenseitig sich verbinden.
Ob in Wissenschaften, Künsten oder unserem Denken,
stets sind es Grenzen, die uns zügeln, die uns lenken.
Grenzen sind es, die Körperloses formen,
die alle Dinge prägen und uns normen.
Wo sind Grenzen für uns wichtig,
wo erscheinen sie uns falsch und wo als richtig?
Grenzen sind es, die uns im Grenzenlosen halten,
häufig so zerspalten, damit wir uns beständig neu entfalten.
Grenzen geben Leere einen Raum,
Räume ohne Grenzen gibt es kaum,
und wenn, dann sicherlich im Traum!
Doch nicht nur im Traum wir ohne Grenzen sind,
schon im Geiste der erste Schritt beginnt!
Oft versuchen Menschen durch Berauschen, ihren Grenzen zu entfliehen,
doch diese Freiheit ist von kurzer Dauer, und leider bloß geliehen.
Ein jeder sollte seine Grenzen kennen und sie setzen,
auch auf die Gefahr hin, manchmal andere zu verletzen.
Grenzen lebenslänglich uns, von einem Ort zum nächsten leiten,
damit wir sicher auf dem Pfad des Lebens schreiten,
in guten, wie in schlechten Zeiten.
Immer wieder lassen Grenzen sich durchbrechen,
doch kaum einer wagt es, diese, wie Seifenblasen zu zerstechen,
Sind es Grenzen die uns alle Freiheit rauben?
Oder wir selbst, weil wir sie akzeptieren, an sie glauben?
Wer es schafft und über alle Grenzen sich erhebt,
nicht länger nur im Traume schwebt,
sondern die Welt, von ungeahnter Freiheit fortwährend neu erlebt.
Und so wie alle Grenzen, irgendwo beginnen,
stets nach einem Ende sinnen,
haben wir den Punkt erreicht, Grenzenloses nun zu wenden,
um erneut damit, Begrenztes zu vollenden!
© Oliver Klinge
